Technische Daten
- CPU: 16-Bit Motorola 68000 16 Bit-Prozessor mit NTSC: 7,67 MHz, PAL: 7,61 MHz
* Die Prozessoren kamen von Motorola und Hitachi, anfangs auch von Signetics.
- Sound CPU: Zilog Z80a mit 3,58 MHz (NTSC), 3,55 MHz (PAL)
* Im Mega Drive 2 wurde er als "Custom Chip" verbaut.
- ROM: 1 MB
- RAM: 64 KB
- Video RAM: 64 KB
- Grafik: VDP (Video Display Processor) für Playfield und Sprite Control
* 3 Planes: 2 Scrolling Playfields, 1 Sprite Plane
- Hauptsoundchip: Yamaha YM2612 6 channel FM @ 4 MHz
- Zusätzlicher Soundchip: 4-Kanal Texas Instruments PSG (Programmable Sound Generator) SN76489
- Colour RAM: 64 x 9 bit
- Farbpalette: 512 Farben (RGB, 3 Bit pro Farbkanal)
* Maximale Farben gleichzeitig: 64
- Maximale Sprites: 80
- Auflösung: 320 x 224 (NTSC), 320 x 240 (PAL), 40 x 28 Textmodus
- Signal/Noise Ratio: 14 dB
- Sound RAM: 8 KB
- Ein-/Ausgänge:
* nur Mega Drive 1:
+ Stereo-Kopfhörerausgang vorn
+ Antennenausgang
+ 8-polige DIN-Buchse für RGB-Video und Mono-Audio
+ 9-poliger EXT-Port (Nur in früher Original-Version.)
* nur Mega Drive 2:
+ 9-polige Mini-DIN-Buchse für RGB-Video und Stereo-Audio
* Expansionport rechts für Sega Mega-CD
* zwei 9-polige Joypadanschlüsse vorn
Entstehung und Werdegang
16-Bit-Computer wie der Commodore Amiga und der Atari ST, sowie 16-Bit-Arcade-Geräte liefen den 8-Bit-Videospielkonsolen den Rang ab. Darüber hinaus hielt Segas Konkurrent Nintendo 95 Prozent des nordamerikanischen Videospielmarktes und 92 Prozent des japanischen Markts inne, lediglich in Europa waren Nintendos 8-Bit- und 16-Bit-Geräte nicht derartig erfolgreich. Sega wusste, dass das Sega Master System es nicht schaffen würde, diese Stellung in Nordamerika und Japan anzufechten, also entschloss man, die Herstellung einer neuen Konsole einzuleiten.
Segas System 16-Arcade-Spiele machten das Unternehmen sehr bekannt, so dass sich Hayao Nakayama, Segas damaliger CEO, dazu entschied, die neue Konsole als 16-Bit-Gerät zu produzieren. Das aktuelle Design lief großartig, und so verwendete man drei neue Arcade-Boards: Das Megatech, das Megaplay, und das System C. Alle für diese Systeme gemachten Spiele konnten auf der neuen Konsole funktionieren.
Der erste Name, den Sega für die neue Konsole ins Auge fasste, war MK-1601, jedoch entschied man sich im Endeffekt für den Namen Mega Drive. Mega strahlte Überlegenheit aus, und Drive ließ den Konsumenten an Geschwindigkeit und Kraft denken. Dieser Name wurde für die japanischen, europäischen, asiatischen und australischen Versionen der Konsole verwendet. Aus markenrechtlichen Gründen wurde das Gerät auf dem nordamerikanischem Markt, der rund die Hälfte der Gesamtverkäufe ausmachte, Genesis (altgriech. für "Schöpfung") genannt.
Als NEC die PC Engine am 30. Oktober 1987 in Japan veröffentlichte, schien sie als Bedrohung für Sega und Nintendo. Es sorgte jedoch nur für wenig Wirbel auf dem japanischen Markt, kaum mehr als das Mega Drive.
Das Sega Mega Drive wurde in Japan am 29. Oktober 1988 zum Preis von ¥21,000 (damals etwa 295,- DM) veröffentlicht. Die Europa-Veröffentlichung war am 30. November 1990 in Großbritannien, zum Preis von £190.
Das Mega Drive stand anfangs in Konkurrenz mit dem 8-Bit-Famicom-System in Japan und seinem Äquivalent Nintendo Entertainment System in Europa und Nordamerika.
Die japanischen Spieler waren stärker auf das Famicom fixiert. Als das Mega Drive den Markt zu übernehmen begann, kam das Super Famicom und übertraf das Mega Drive in Japan. Das Super Famicom hielt dort etwa 80 Prozent des Marktes inne. Das Mega Drive erlitt auf dem japanischen Markt ein schlechteres Schicksal als die PC Engine, trotz seiner technischen Überlegenheit gegenüber PC Engine und Famicom.
Der europäische NES-Markt war sehr konfus, verschiedene Firmen vertrieben das NES auf verschiedenen Märkten. Das Sega Master System hatte wie das Mega Drive keine Probleme, sich in Europa zu etablieren.
Das Mega Drive stand in Europa in Konkurrenz zu Nintendos Super Nintendo Entertainment System, während das japanische Mega Drive mit der japanischen Version des SNES, dem Super Famicom konkurrierte.
Ein ungewöhnlicher Markt, auf dem das Mega Drive Erfolg hatte, war Brasilien. Dort konnten das Sega Master System und das Mega Drive sich in diesem Gebiet bis 1998 behaupten. Dank Tec Toy, dem brasilianischen Vertriebsunternehmen, hielten beide Systeme dort 75% des Marktes inne.
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