Hardware

Playstation

Technische Daten


Technische Daten der PlayStation. Diese gelten für die PlayStation (PS) und die etwas kleinere PlayStation One (PSone).

- CPU: 32-Bit MIPS RISC (R3000 custom), Taktfrequenz: 33,8688 MHz
- Arbeitsspeicher: 2MB (1,5 MB RAM + 512 KB ROM)
- ROM: 512KB
- Grafik: PlayStation GPU, 1MB Grafik RAM
    * Farbtiefe: 4-Bit bis 24-Bit (16,7 Mio. Farben)
    * Auflösung: 320x240 bis 640x480 (NTSC, interlaced) bzw. 512x384 (PAL) Pixel
    * Texture-Mapping und Flat- bzw. Gouraud Shading
    * MDEC-Chip zum Hardware-Dekodieren von Filmen (z.B. FMV)
- Sound: SPU ADPCM, 24 Kanäle, 512KB Sound RAM, MIDI-Unterstützung
- Laufwerk: 2-fach CD-ROM Laufwerk, 32KB Buffer, 660MB Speicherplatz
- Schnittstellen:
    * 2× Controller Anschluss
    * 2× Memory Card Steckplatz
    * AV MULTI OUT Anschluss über spezielle Buchse
    * AV-Cinchausgänge (nur bei der SCPH-1002)
    * Serielle I/O für Multiplayer (nicht bei der PSone)
    * Parallel I/O für externe Module (z. B. sog. Mogelmodule z. B. „Xploder“, ist bei der letzten Version SCPH-9002 weg gefallen)
- Abmessungen (Höhe x Breite x Tiefe): 60 x 270 x 188 mm / PSone: 38 x 194 x 146 mm (ca. 35% des Volumens der original PS)

Entstehung und Werdegang


Ursprünglich sollte Sony ein CDLaufwerk (Add-on) für Nintendos 16-Bit-Konsole SNES (Super Nintendo Entertainment System) entwickeln, dessen Codename bereits „Play Station“ war. Im Gegenzug würde es Sony erlaubt sein, eine eigene Konsole mit CD-ROM-Laufwerk zu entwickeln, die die damals wertvolle Nintendo SNES-Technologie nutzen könnte, Projektname "Play Station". Als aber bekannt wurde, dass Nintendo mit dem niederländischen Unternehmen Philips hinter dem Rücken von Sony einen Vertrag für das Projekt "SNES-CD" abgeschlossen hatte, der allerdings wenig später wieder gekündigt wurde, wurde aus dem Joint-Projekt eine komplett eigenständige Spielkonsole, dessen interner Projekttitel "PlayStation Experimental" gelautet haben soll. Andere Quellen besagen hingegen, das X stünde für "Extreme", wieder andere beziehen es auf "Expansion", da Nintendo dieses Kürzel auch für sein SNES-Satelliten-Addon SatellaView-X (BSX) benutzte. Darum trug sie bis zum Erscheinen der PSone, bzw. der PlayStation 2, das inoffizielle Kürzel „PSX“. Mit Erscheinen des Nachfolgers "Playstation 2" im Jahre 2000, wurde das Gerät in PSone umbenannt, was auch eine optische Frischzellenkur des Geräts mit sich brachte, doch hielt sich das Kürzel PSX noch lange über die Lebenszeit der Konsole. Erst als Sony einen Multimedia-Hybriden aus PS2 und Festplattenrecorder mit Namen PSX in Japan veröffentlichte, war das Kürzel PSX für die Playstation 1 gestorben.

Zum Erfolg der PlayStation hat sicherlich auch beigetragen, dass die Spiele auf CD-ROMs und nicht auf Modulen ausgeliefert wurden, so wie es beim SNES der Fall war. Parallel dazu erschienen die ersten CD-Brenner für den PC auf dem Markt mit dem man sich leicht Kopien der Playstation Spiele anfertigen konnte. Die vorher üblichen Spiele Module anderer Konsolen waren nur mit teurer externer Hardware kopierbar und somit der Playstation unterlegen. Nicht nur waren die Herstellungskosten geringer, der wesentlich größere Speicherplatz ermöglichte auch den Einbau umfangreicher FMV-Zwischensequenzen in das Spielgeschehen.

Durch den Einbau eines sogenannten MOD-Chip ist es möglich, Import-Spiele aus Japan und den USA zu spielen. Nebeneffekt der meisten dieser Chips ist es, dass die PlayStation auch die meisten kopierten Spiele von selbstgebrannten CDs abspielt. Die Möglichkeit, unlizenzierte Kopien anfertigen zu können, machte die PlayStation gerade bei der nicht so finanzstarken jungen Zielgruppe sehr beliebt.

Im Gegensatz zum SNES, dem damaligen Konkurrenzprodukt Nintendos, konnte die PlayStation bereits mit echter 3D-Grafik aufwarten. Es dauerte einige Zeit, bis Nintendo 1996 mit dem Nintendo 64 und der 64-Bit-Technik konterte.

Eine Besonderheit stellt die Playstation SCPH 1002 dar. Diese verfügt über Cinchausgänge und soll deshalb ein vollwertiger CD-Player sein, den man per Fernbedienung aus dem Zubehör steuern kann. Dabei fehlt für einen echten CD-Player ein Display mit Track-Anzeige.

Unterschiede zwischen PS und PSone


Im Dezember 1994 erschien die erste PlayStation (PS) in Japan, im September 1995 wurde sie in Europa eingeführt (Preis: 599 DM, ca. 310 Euro). Sie erfuhr über die Jahre mehrere kleine Redesigns, wobei hauptsächlich Anschlüsse wie z. B. die Cinch-Ausgänge eingespart wurden. Das Hauptdesign des Gerätes blieb jedoch unberührt. Erst im Jahr 2000 hatte Sony das Gerät optisch nochmals überarbeitet, was sich vor allem in der Größe widerspiegelte. Die in den Funktionen gleichwertige, aber deutlich zusammengeschrumpfte Playstation wurde von diesem Zeitpunkt an PSone genannt. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden beide Konsolen oft als PSone bezeichnet, um sie eindeutig von PS2-Spielen für die Nachfolge-Konsole PlayStation 2 unterscheiden zu können.
Augenscheinliche Unterschiede der PSone zur PS:
- kleiner
- leichter
- Farbe weiß (PS: grau)
- weißer Dual Shock-Controller
- Parallelport (z.B. für Mogelmodule) wurde entfernt
- keine Neustarttaste (Reset)
- externes Netzteil

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