Technik
Die CPU der PS2, die Emotion Engine (EE), ist ein auf 294,912 MHz getakteter Prozessor (spätere Versionen 299 MHz), der auf einer erweiterten MIPS-Architektur basiert. Die größte Besonderheit dieser CPU sind die beiden integrierten Vektorprozessoren, welche völlig frei programmierbar sind (Turing-vollständig). Diese sind zum Beispiel dazu gedacht, jene Berechnungen durchzuführen, die in aktuellen Grafikchips die Vertex-Shader übernehmen. Die entsprechende Funktionalität fehlt dem Grafikprozessor, Graphics Synthesizer (GS) genannt, er ist ein reiner Rasterizer. Unter anderem durch den Einsatz eines 4 MByte großen integrierten Speichers bringt der Graphics Synthesizer eine hohe Rohleistung auf.
Dieser Speicher ist direkt auf demselben Die untergebracht und mittels eines 2048 Bit breiten Bus an den GS angebunden. Die fehlende Unterstützung von Multi-Texturing verwehrt der PlayStation 2 die Möglichkeit, komplexere Textureffekte darzustellen, bzw. senkt die Leistung, falls Spielszenen mehrmals gezeichnet werden müssen, um mehrere Texturen übereinander zu legen. Hieraus resultiert, dass nur sehr wenige Spiele trilineares Filtering einsetzen und viele, besonders frühe Titel, sogar in einer niedrigeren Auflösung laufen.
Zusätzlich zum integrierten Videospeicher dienen der PS2 32 MByte RAM (Direct Rambus) als Arbeitsspeicher. Zum Lesen der PS2-Spiele ist ein CD/DVD-Kombi-Laufwerk mit 24x/4x-Geschwindigkeit eingebaut, mit dem man auch DVD-Filme und Audio-CDs abspielen kann. Außerdem unterstützt die PS2 Dolby-Digital-5.1- und DTS-Soundkodierung.
Die PlayStation 2 ist weitestgehend abwärtskompatibel zur PlayStation und PSOne (weniger als 1 % der veröffentlichten PlayStation-Softwaretitel können nicht abgespielt werden).
Technische Daten
- CPU: 294,912 MHz erweiterter MIPS R5900 ("EmotionEngine") (erweitert durch 2 Vektoreinheiten)
- Leistung: 6,2 GFLOPS
- GPU: 147 MHz ("Graphics Synthesizer")
- Speicher: 32 MiB RDRAM; 4 MiB Embedded Video-RAM, 2 MiB Sound-RAM
- IOP: 37.5MHz Custom (32 Bit) MIPS R3000A (die verbesserte CPU der PlayStation, bei PS1 Spielen zur Emulation der PlayStation benutzt)
- Polygonleistung: 66 M/s (gouraud-schattierte Polygone)
- Texturen pro Renderpass: 1
- Pixelfüllrate ohne Texturen: 2,4 G/s
- Pixelfüllrate bei 1 Textur: 1,2 G/s
- Pixelfüllrate bei 2 Texturen: 0,6 G/s
- Speichermedien: ca. 4×DVD-ROM / ca. 24×CD-ROM, 8 MB Memory Card
- Schnittstellen:
* 2 Controllerports
* digitaler optischer Ausgang SPDIF
* 2 USB 1.1 Ports
* AV-Multiout Anschluss
* Infrarotempfänger (erst ab SCPH-50004 integriert)
* PCMCIA (nur erstes japanisches Modell, für externe Festplatte)
* Firewire/IEEE1394/i.Link (fehlt ab SCPH-50004)
* Schacht für 3,5" Festplatte (fehlt bei SCPH-70004/75004)
* Schacht für Netzwerkadapter (fehlt bei SCPH-70004/75004, da integriert)
- 48 Audio-Kanäle mit 3D-Surround-Sound
- 2 MiB Soundarbeitsspeicher
- Output-Frequenz: Bis zu 48 KHz (DAT-Qualität)
- MIDI- und DLS-Unterstützung
- (theoretische) HDTV-Unterstützung
- Dolby Digital 5.1 Sound-Unterstützung
- DTS Sound-Unterstützung
- maximale Auflösung: bis zu 1280×1024
- Abmessungen (Höhe x Breite x Tiefe): 79 x 303 x 183 mm (erste Baureihen), 28 x 230 x 152 mm ('Slim'-Version. Unter 23% des Volumens der ersten Baureihen)
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