Technische Daten
- CPU: mit 3,54 MHz getakteter Z80 (8-bit-CPU)
- Grafik: ein vom Texas Instruments TMS9918 abgeleiteter VDP (Video Display Processor)
- 128 KBit ROM
- 64 KBit (8 KByte) RAM
- 128 KBit (16 KByte) Video RAM
- 32 Farben gleichzeitig aus einer Palette von 64 Farben (mit Programmiertricks auch bis zu 64 Farben gleichzeitig)
- 256×192 bis 256×240 Pixel Bildschirmauflösung
- 8×8 Pixel Zeichen, maximal etwa 488 (aufgrund der begrenzten VRAM-Kapazität)
- 8×8 oder 8×16 Pixel Sprites, maximal 64 gleichzeitig
- ganzer oder teilweiser Bildschirmverschub (Scrolling) in horizontaler, vertikaler und diagonaler Richtung
- Musik: Texas Instruments SN76489 4-Kanalton (mono)
+beim Mark III auch YM2413
- Der SN76489 implementiert einen Rauschgenerator sowie 3 Soundgeneratoren, die einen Frequenzbereich von 122 Hz bis etwa 12,5 kHz abdecken können.
- 1 Game-Card-Slot (nur Mark III und Master System 1)
Hardware
Die Konsole besitzt einen Modulschacht sowie einen Kartenschacht für Spiele, die auf speziellen Steckkarten veröffentlicht wurden. Die Steckkarten konnten sich auf Grund ihrer geringen Kapazität jedoch nicht durchsetzen. An der Konsole selber ist eine Pausetaste und eine Resettaste zum Neustart des Systems angebracht.
Zur Steuerung der Spiele wird ein Controller mit 2 Tasten sowie einer separaten Starttaste verwendet. Bis zu zwei dieser Controller können an die Konsole angeschlossen werden. Darüber hinaus wurde eine Lichtpistole sowie eine 3D-Brille als Zubehör angeboten.
Varianten
Das Master System wurde in seiner Geschichte mehrmals verändert. Die Änderungen betrafen jedoch hauptsächlich das Design der Konsole.
Beim Master System II handelt es sich im wesentlichen um ein Redesign der ursprünglichen Konsole. Aus Kostengründen verzichteten die Entwickler jedoch auf den Schacht für Steckkarten sowie die Reset-Taste.
Das Master System III wird bis heute von Tec Toy exklusiv für den brasilianischen Markt produziert. Die ersten Versionen entsprachen weitgehend dem Master System II. Das System wurde jedoch später mehrmals verändert und in unterschiedlichen Varianten angeboten, beispielsweise als kompakte Version mit eingebauten Spielen und ohne Modulschacht.
Geschichte
Als Nachfolger des SG-1000 Mark I und des SG-1000 Mark II wurde die Konsole unter der Bezeichnung SG-1000 Mark III 1984 in Japan vorgestellt. Im Juni 1986 wurde das System in neuem Design und unter dem neuen Namen Sega Master System auch in den USA veröffentlicht, ein Jahr nach dem Start des Nintendo Entertainment Systems (NES). Die Konsole kostete zum Verkaufsstart $200. Das Master System wurde anschließend in anderen Märkten veröffentlicht, in Japan erschien sie 1987 unter ihrem neuen Namen.
Obwohl das Master System dem NES in manchen Bereichen technisch überlegen war, konnte es sich dennoch nicht gegen dieses durchsetzen. Lediglich in Europa und Südamerika verkaufte sich die Konsole zufriedendstellend. Der mäßige Erfolg des Systems wird verschiedenen Ursachen zugeschrieben, hauptsächlich die im Vergleich zum NES geringere Anzahl erhältlicher Titel sowie das etwas spätere Erscheinen des Master Systems. Nintendos gute Beziehungen zu Drittentwicklern dürften ebenfalls nicht unerheblich gewesen sein; das Übereinkommen lief darauf hinaus, dass die Entwickler letztendlich nur Spiele für das NES entwickelten.
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